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Digitalisierung scheitert nicht an der Software. Sie scheitert am Schweigen davor.
22.04.2025
"Was ich in Gesprächen mit Hoteliers immer wieder sehe: Das Tool ist selten das Problem. Das Problem ist, dass niemand den Menschen erklärt hat, warum es sie überhaupt betrifft."
Björn Seidel - Country Manager DACH bei Re:Guest, 20 Jahre kommerzielle Erfahrung in der Hotellerie, mehrere PMS-Transformationen selbst begleitet.
Björn Seidel - Country Manager DACH bei Re:Guest, 20 Jahre kommerzielle Erfahrung in der Hotellerie, mehrere PMS-Transformationen selbst begleitet.
60 bis 70 Prozent aller Digitalisierungsprojekte erreichen ihr Ziel nicht oder verfehlen es deutlich. Branchenübergreifend, nicht nur in der Hotellerie. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien: 82 Prozent der Unternehmen investieren in neue Systeme — aber nur 31 Prozent investieren ausreichend in die kulturelle Anpassung und das Onboarding der Mitarbeitenden.
Das ist keine Zufallslücke. Das ist der eigentliche Grund, warum so viele Projekte scheitern.
Das ist keine Zufallslücke. Das ist der eigentliche Grund, warum so viele Projekte scheitern.
Die Tension: Wir kaufen Technologie und vergessen die Menschen dahinter
Die meisten Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an der Software selbst. Sie scheitern daran, dass ein System eingeführt wird, ohne die Menschen mitzunehmen, die täglich damit arbeiten sollen. Ein Tool wird gekauft, "hingestellt" — und die Erwartung ist, dass es einfach funktioniert.
Das Resultat: 54 Prozent der Mitarbeitenden akzeptieren Veränderungen in Change-Projekten nicht. In 43 Prozent der Fälle verschlechtert sich sogar die Identifikation mit dem Arbeitgeber. Digitalisierung, die eigentlich entlasten soll, wird so zum Vertrauensbruch.
"Ich habe selbst mehrere PMS-Wechsel begleitet, sagt Björn. Und was ich dabei gelernt habe: Sobald sich nur die Optik eines Systems ändert — nicht mal die Funktion — verlierst du Leute auf dem Weg, wenn du sie vorher nicht abgeholt hast. Die Technologie kann perfekt sein. Wenn sie jemandem übergestülpt wird, verliert sie trotzdem." (Björn Seidel)
Digitalisierung ist deshalb selten ein Technologiethema. Sie ist ein Führungsthema.
Was wirklich den Unterschied macht
Aus der Praxis lassen sich vier Erfolgsfaktoren ableiten, die in erfolgreichen Projekten immer wieder auftauchen:
Die meisten Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an der Software selbst. Sie scheitern daran, dass ein System eingeführt wird, ohne die Menschen mitzunehmen, die täglich damit arbeiten sollen. Ein Tool wird gekauft, "hingestellt" — und die Erwartung ist, dass es einfach funktioniert.
Das Resultat: 54 Prozent der Mitarbeitenden akzeptieren Veränderungen in Change-Projekten nicht. In 43 Prozent der Fälle verschlechtert sich sogar die Identifikation mit dem Arbeitgeber. Digitalisierung, die eigentlich entlasten soll, wird so zum Vertrauensbruch.
"Ich habe selbst mehrere PMS-Wechsel begleitet, sagt Björn. Und was ich dabei gelernt habe: Sobald sich nur die Optik eines Systems ändert — nicht mal die Funktion — verlierst du Leute auf dem Weg, wenn du sie vorher nicht abgeholt hast. Die Technologie kann perfekt sein. Wenn sie jemandem übergestülpt wird, verliert sie trotzdem." (Björn Seidel)
Digitalisierung ist deshalb selten ein Technologiethema. Sie ist ein Führungsthema.
Was wirklich den Unterschied macht
Aus der Praxis lassen sich vier Erfolgsfaktoren ableiten, die in erfolgreichen Projekten immer wieder auftauchen:

Mitarbeitereinbindung – früh einbeziehen, Bedürfnisse verstehen, Prozesse gemeinsam definieren
Kommunikation – nicht erklären, was das Tool kann, sondern was für die einzelne Person einfacher wirdSchrittweise
Einführung – Pilotprojekte statt Big Bang, Fehler als Teil des Prozesses erlauben
Schulung – praxisnah, im Alltag integriert, mit festen Ansprechpartnern statt einmaliger Online-Session
"Ich bin überzeugt: Wir werden nicht mehr ohne interne KI- und Digitalisierungsexperten auskommen, so Björn. Genau wie wir vor einigen Jahren DSGVO-Experten gebraucht haben, ob man das damals sinnvoll fand oder nicht. Die Frage ist nicht mehr, ob wir das brauchen — sondern wer diese Rolle im Team übernimmt." (Björn Seidel)
Der Mindset-Shift: Widerstand ist kein Problem, sondern eine Planungsgröße
Der wichtigste Perspektivwechsel: Widerstand gegen Veränderung ist keine Ausnahme und kein Zeichen, dass etwas schiefläuft. Er ist eine logische, planbare Reaktion. Wer das akzeptiert, kann ihn von Anfang an einkalkulieren — statt überrascht zu reagieren, wenn er auftritt.
Und: Akzeptanz ist keine Alters-, sondern eine Einstellungsfrage. Ältere Mitarbeitende sind nicht per se schwerer zu überzeugen — junge Teams wehren sich genauso gegen automatisierte Prozesse, wenn das Warum fehlt.
Ein leichter Einstieg in die Praxis
Ein konkretes Modell, das im Webinar diskutiert wurde: nicht jedes Tool muss für jeden verpflichtend sein.
Kommunikation – nicht erklären, was das Tool kann, sondern was für die einzelne Person einfacher wirdSchrittweise
Einführung – Pilotprojekte statt Big Bang, Fehler als Teil des Prozesses erlauben
Schulung – praxisnah, im Alltag integriert, mit festen Ansprechpartnern statt einmaliger Online-Session
"Ich bin überzeugt: Wir werden nicht mehr ohne interne KI- und Digitalisierungsexperten auskommen, so Björn. Genau wie wir vor einigen Jahren DSGVO-Experten gebraucht haben, ob man das damals sinnvoll fand oder nicht. Die Frage ist nicht mehr, ob wir das brauchen — sondern wer diese Rolle im Team übernimmt." (Björn Seidel)
Der Mindset-Shift: Widerstand ist kein Problem, sondern eine Planungsgröße
Der wichtigste Perspektivwechsel: Widerstand gegen Veränderung ist keine Ausnahme und kein Zeichen, dass etwas schiefläuft. Er ist eine logische, planbare Reaktion. Wer das akzeptiert, kann ihn von Anfang an einkalkulieren — statt überrascht zu reagieren, wenn er auftritt.
Und: Akzeptanz ist keine Alters-, sondern eine Einstellungsfrage. Ältere Mitarbeitende sind nicht per se schwerer zu überzeugen — junge Teams wehren sich genauso gegen automatisierte Prozesse, wenn das Warum fehlt.
Ein leichter Einstieg in die Praxis
Ein konkretes Modell, das im Webinar diskutiert wurde: nicht jedes Tool muss für jeden verpflichtend sein.

Wichtig dabei: keine künstlichen Incentive-Systeme, die Nutzung um der Nutzung willen belohnen. Menschen nutzen ein Tool dauerhaft, wenn sie den persönlichen Vorteil sehen — nicht, weil sie dafür belohnt werden.
Und noch etwas, das leicht übersehen wird: Wenn Teams keine klare, offizielle Lösung bekommen, suchen sie sich selbst eine. Genau daraus entsteht Schatten-IT — Mitarbeitende arbeiten mit privaten Tools, weil sie dem offiziellen System nicht vertrauen. Das schafft intransparente Prozesse und echte Compliance-Risiken.
Wo ReGuest ansetzt
Genau hier liegt der Kern dessen, wofür ReGuest als ComOP-Plattform entwickelt wurde: nicht ein weiteres Tool, das Hotels "übergestülpt" wird, sondern eine Plattform, die Kommunikation, Daten und kommerzielle Prozesse in einem System vereint — mit klaren, verständlichen Vorteilen für jede Rolle im Haus, vom Rezeptionsteam bis zur Geschäftsführung. Integration schafft Klarheit. Und Klarheit ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen ein System wirklich annehmen, statt es nur zu erdulden.
Am Ende geht es nicht darum, ob wir digitalisieren. Es geht darum, wie wir die Menschen mitnehmen, die es jeden Tag tun müssen.
— Björn Seidel, Country Manager DACH, Re:Guest
Und noch etwas, das leicht übersehen wird: Wenn Teams keine klare, offizielle Lösung bekommen, suchen sie sich selbst eine. Genau daraus entsteht Schatten-IT — Mitarbeitende arbeiten mit privaten Tools, weil sie dem offiziellen System nicht vertrauen. Das schafft intransparente Prozesse und echte Compliance-Risiken.
Wo ReGuest ansetzt
Genau hier liegt der Kern dessen, wofür ReGuest als ComOP-Plattform entwickelt wurde: nicht ein weiteres Tool, das Hotels "übergestülpt" wird, sondern eine Plattform, die Kommunikation, Daten und kommerzielle Prozesse in einem System vereint — mit klaren, verständlichen Vorteilen für jede Rolle im Haus, vom Rezeptionsteam bis zur Geschäftsführung. Integration schafft Klarheit. Und Klarheit ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen ein System wirklich annehmen, statt es nur zu erdulden.
Am Ende geht es nicht darum, ob wir digitalisieren. Es geht darum, wie wir die Menschen mitnehmen, die es jeden Tag tun müssen.
— Björn Seidel, Country Manager DACH, Re:Guest




































